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Ferien in Barcelona...

...mach ich grad - man koennte fast meinen, ich wuerd auswandern, um das Internet zu finden. Und das hab ich nun auch und kann gleich von meinem grossartigen Trip hierher berichten...
So sprang ich also frisch wie die Morgensonne (nur dass die um die Zeit noch nicht wach war) heute gegen viertel nach drei aus dem Bett. Mich kennend hatte ich naemlich eine Stunde extra eingeplant, um von meiner kleinen Wohnung am Eiffelturm in die Pampa zum Flughafen Beauvais zu kommen. Entsprechend stand ich um zwanzig nach vier an der Bushaltestelle, nachdem ich zu meiner Beunruhigung festgestellt hatte, dass diese Bushalte zweimal existierte, es also zwei Orte gab, an denen der Bus GLEICHZEITIG sein sollte. Gluecklicherweise hatte ich auf das richtige Pferd gesetzt und zur Erleichterung auch der zwei leicht angetrunkenen jungen Herren (die mir zuvor schon erzaehlt hatten, dass sie das letzte Mal fast den Flug von Beauvais verpasst hatten, da ihr Shuttle doppelt so lange brauchte...) kam der Bus ein paar Minuten spaeter, erfolgreich erreichte ich Gare Montparnasse. Dort sollte ich wieder umsteigen, bis Châtelet fahren. Auch das schaffte ich und huepfte da in den naechsten planmaessigen Bus, die 15, die an Porte Clichy vorbeifahren sollte.
Beruhigt wiegte ich also hin und her zu der Lieblingsfranzmusik in meinen Kopfhoerern, entspannte mich in dem Bus voller Alkoholleichen und sah mich im Geiste schon entspannt am Strand liegen in Barcelona. BIS mir so kurz nach dem Gae Saint Lazare auffiel, dass mein Shuttle eigentlich ja nicht an Porte Clichy sondern an der Porte Maillot startete...
Leicht panisch huepfte ich aus meinem Bus Nummer drei (der weiter in den Norden fuhr), rein in den Bus Nummer vier, der mich zurueck zu den Champs-Elysees brachte, von wo aus ich dann endlich im richtigen Bus sass, meiner Nummer 5 nach Porte Maillot (im Westen).
Als ich dort ankam, hatte ich trotz der zwanzig Busfahrten noch eine Viertelstunde Zeit, lernte auf dem Weg zum Shuttle schnell Rocìo kennen, eine kleine Spanierin aus Girona, und hatte so gespraechsausgesorgt fuer die Fahrt. So nervten wir erst die ebenfalls totmueden Fahrgaeste im Bus um uns rum, dann unsere Mitpassagiere im Flugzeug bis schliesslich auch wir in einen leichten Schlummer fielen...
Aus dem wachten wir wieder auf, als das Flugzeug ueber Girona schwebte, mit strahlendem Sonnenschein und Meer, soweit das Auge reichte. Rocío werd ich am Ende meiner Reise nochmal besuchen, so erspar ich mir die GANZ schlaflose Nacht und sehe eine Stadt mehr in Spanien.
Jetzt bin ich hier, im Hostel Habana Home, mitten in Barcelona, an Las Ramblas, und meinem Besichtigungsdrang koennen auch die nur zwei Stunden Schlaf heute Nacht nix anhaben...
L.

4 Kommentare 17.9.06 14:05, kommentieren

Ein Leben ohne Internet...

... ist wirklich kein Leichtes.
So bin ich noch vor Ruehrung strahlend von meinem Deutschlandhochzeitstrip zurueck nach Paris gekehrt und sitze seitdem auf dem Trockenen, also ohne Internetverbindung zur Aussenwelt - wie gut, dass es Internetcafés gibt...
Zunaechst hat nur mein PC sich nicht connecten wollen, um dann wohl die ganze Freebox lahmzulegen (so heisst unser Router hier).
Ella, meine kleine Mitwohni, meinte erst zu meiner Internetkrankheit, das sei ja alles nicht schlimm. Woraufhin ich innerlich kochte, freut sie sich doch immer, wenn ich nicht online gehen kann, weil sie das dann immer tun kann - unser Router hat naemlich keinen Splitter, es kann also immer nur einer von uns online sein. Das innerliche Kochen schaeumte ueber mit den Worten: "Ja, solange es nicht um Deinen Internetzugang geht, ist Dir das ja Recht!"
Da meinte sie, sich verteidigen zu muessen und sagte: "Nein, generell ist das nicht schlimm, ohne Internet zu leben."
Wessen Gegenteil bewiesen wurde, seitdem wir beide deconnected sind und sie schier im Carré huepft, also halb ausrastet, weil sie nicht mehr weiss, was sie zu Hause tun soll...
L.

2 Kommentare 14.9.06 12:55, kommentieren

Die Hochzeit meines Bruders...

...findet gerade in Marburg bzw. in der Nähe von Marburg statt.
Und seit gestern heißt es deswegen: Arschbacken zusammenkneifen, Augen zu und durch! Hingegen der Annahme, dass Hochzeiten ein Kinderteller sind, empfinde ich persönlich die ganze Veranstaltung als höchst anstrengend und nervenaufreibend (auch wenn ich insgeheim natürlich ganz gerührt bin und die Feier selbst ganz niedlich ist...).
So hat Janina (fortan Louis mit Nachnamen) gestern erstmal die ganze 13-Personenmannschaft aus Familie, Trauzeugen und Standesbeamten geschockt: Monsieur Standesbeamter spulte also seinen Spruch ab von wegen "willst Du, Philipp Louis, diese ... als zu Dir angetraute Gattin nehmen...". Bruderherz antwortete brav und deutlich "JA". Als dann jedoch Janina mit dem Ja-Sagen an der Reihe war, herrschte Stille, sekundenlang. Bruderherz zu ihrer Seite lief hochrot an, der Schweiß trat ihm auf die Stirn und kurz bevor er ohnmächtig zu werden drohte, stieß die Frau in weiß zu seiner Seite doch noch "ja" hervor, mit einem neckischen Grinsen auf den Lippen.
Das Publikum atmete tief durch, selbst dem Standesbeamten hatte das Herz wohl stillgestanden für eine Sekunde und ich sagte mir nur: "Gut, dass wir keine Herzinfarktkandidaten in der Familie haben..."
L.

9.9.06 10:43, kommentieren

Die Montagsdemos in Deutschland...

...sind ja vielleicht gar keine schlechte Sache - wenigstens sind da noch ein paar Idealisten am Werk.
Übertreiben mit dem Idealismus kann man es aber auch - so wie zum Beispiel gestern hier in Münster: Da stand doch tatsächlich einer dieser Montagsdemonstranten auf dem Prinzipalmarkt, in der Hand ein Mikrophon, hinter ihm ein "Gegen Hartz"- Banner ausgebreitet. Menschen, die das halten wollten, gab es nämlich weit und breit nicht. Nur ein einsamer Zuhörer, Endteenager mit Dreads, stand neben ihm, verschränkte bedächtig die Arme, starrte konzentriert vor sich hin.
Zwei Meter weiter war das Polizeiaufgebot wie bei jeder angemeldeten Demonstration - nur dass diesmal eine Streife mit zwei Polizisten ausreichte (die sich wahrscheinlich auch dachten: "Meine Güte, wann hat der endlich fertig...").
Monsieur Mikrophon ließ sich jedoch nicht beirren, schimpfte immer weiter gegen Gesundheitsreform, Sozialkürzungen etc.
"Son bisschen was von den Franzosen lernen können die Deutschen vielleicht doch noch", dachte ich mir da und trottete weiter.
L.

5.9.06 14:24, kommentieren

Einen Kaffeeschock...

...hab ich schon fast durch die ständigen Wiedersehen beim Kaffee mit alten Freunden. Aber dafür opfere ich ja gerne meine Gesundheit...
Münster ist dabei wie immer - es regnet. Das schreckt aber keinen davon ab, trotzdem Fahrrad zu fahren und draußen rumzuhüpfen (was sollten sie auch machen - drei Viertel des Jahres zu Hause bleiben...?). Und Jogger gibts auf einmal! Dazu muss man sagen, dass die kleine Conny und ich uns schon früher durch Kälte und Nässe geschlagen haben, sozusagen Wind und Wetter trotzten, nur um zu der wohlverdienten Bewegung zu kommen. Und eigentlich waren wir dabei meistens alleine, vor allem wenn es schneite und stürmte. Jetzt auf einmal aber kommen sie alle aus den Löchern, die Winterschläfer, die sich nur während des Sommers an Promenade und Aasee blicken lassen - und rennen, was das Zeug hält! So konnte ich mich vorgestern kaum retten vor Gegenverkehr und Überholmanövern (denn mich langsamste Joggerin der Welt überholt nunmal naturgemäß jeder!). Erst war ich deswegen ganz verwirrt, traute meinen Augen kaum und starrte auf die professionell auszusehen zu habenden Trinkflaschen an den professionellen Laufgürteln der demi-professionellen Läufern vor mir (ich, die mit ihrer ollen Spochthose hinterherschlappte).
Und dann fuhr er an mir vorbei, der Bus mit der Werbung "Am 10. September ist Volksbank-Münster Marathon". Daher weht also der Wind - wobei mich bei meiner plötzlichen Erkenntnisse das Bedürfnis packte, laut zu schreien: "Lasst es doch bleiben, das hilft doch eeeeh alles nix mehr - jetzt is auch zu spät!"
Aber natürlich blieb ich im Grunde meines Herzens fieses Wesen brav - Selbstkontrolle ist einfach alles...
L.

3.9.06 12:04, kommentieren